Verdis Aida (1871) enthält eine der anspruchsvollsten, aber auch dankbarsten Partien für Mezzosopran im Kernrepertoire der Oper: die der Königstochter Amneris, die trotz rasender Eifersucht auf die Titelheldin am tödlichen Ende ihres Komplotts zur reuigen Büßerin wird und um Erlösung für die in Liebe Verstorbenen bittet.
Dalia Schaechter spielt Amneris, die nach dem Ende der Aida-Handlung auf ihr Leben zurückblickt und dabei noch einmal die vier Akte der Oper Revue passieren lässt. In der Reduktion des großen Tableaus auf das fein gezeichnete Psychodrama öffnet sich der Raum für eine neue Form des Musiktheaters, in der nicht nur die berühmte Partitur von einer einzigen Sängerin gemeistert wird, sondern auch der Statuskonflikt zwischen Sopran und Mezzosopran auf der Opernbühne zum Gegenstand der Verhandlung wird. Dazu erklingt Verdis Musik in einer unorthodoxen Interpretation, in der aus den verschiedenen Stilbiotopen der beteiligten Musiker:innen – große Oper, Jazz und Neue Musik – gemeinsam ein einzigartiger neuer Sound entsteht.
Mit Dalia Schaechter (Mezzosopran), Theresia Renelt (Klavier), Dorrit Bauerecker (Akkordeon) und Kurt Fuhrmann (Schlagzeug, Synthesizer)
Idee: Dalia Schaechter
Musikalische Leitung: Theresia Renelt
Regie: Arne Böge
Dramaturgie: René Michaelsen und Stephan Steinmetz
Premiere am 02. Mai 2026, weitere Vorstellungen:
3.,6. und 7. Mai 2026,
3.,4., 6. und 7. Juni 2026.
