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(c) Laura Thomas /TiB

Madonnas letzter Traum

Musik

30. Oktober 2026 (Fr.) - 31. Oktober 2026 (Sa.) - 19:00 - 21:45 Uhr
Theater im Bauturm, Aachener Str. 24-26, 50674 Köln

MADONNAS LETZTER TRAUM von Doğan Akhanlı

Regie Susanne Schmelcher | Ausstattung Sarah Sauerborn | Musik Viola Kramer | Video Frederik Werth | Produktionsleitung Laura Dreyer | Unter Mitwirkung von Doğan Akhanlı | Aufnahme Violine Franziska Münzberg | Mit Marc Fischer und Sibel Polat

Ausgezeichnet mit dem Kurt-Hackenberg-Preis für politisches Theater 2021.

Ein türkischer Schriftsteller will nicht glauben, dass die Protagonistin des Nationalromans ‚Die Madonna im Pelzmantel‘ 1938 in Berlin eines natürlichen Todes gestorben ist. Er nimmt die Ermittlungen auf und schon bald eröffnet sich vor ihm ein historisches Panorama von Schuld und Verantwortung, das vom Emigrantenleben im Berlin der Vorkriegszeit über den Untergang des seeuntauglichen Flüchtlingsschiffs Struma vor der türkischen Küste im Jahr 1942 bis zur aktuellen Erinnerungskultur an die Verbrechen des Holocaust in Europa reicht. Der virtuos erzählte und verschachtelte Roman zeichnet ein Geflecht historischer Stimmen nach, die in dieser Konstellation noch nie zuvor hörbar wurden. So entsteht eine phantastische Reise durch Zeit und Raum, in der sich Detektivgeschichte, Beziehungsdrama und Road Movie mischen.

Der Schriftsteller Doğan Akhanlı ist einem breiteren Publikum zuletzt durch Verhaftung in Granada bekannt geworden, dem Bericht von seinem durch das Erdoğan-Regime verfügten Arrest im Spanienurlaub und die sich daran anschließende Freilassung dank Vermittlung der EU. Sein bereits 2005 auf Türkisch erschienenes, aber erst 2019 übersetztes Epos Madonnas letzter Traum ist ein faszinierend vielschichtiger Text, der das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte aus ungewohnter Perspektive beschreibt. Für seine Dramatisierung hat Doğan Akhanlı gezielt das Theater im Bauturm ausgewählt. Vor seinem unerwarteten Tod im Oktober 2021 konnte er die Proben noch begleiten und ist innerhalb der Inszenierung als Videoprojektion anwesend.

www.theaterimbauturm.de

100 Jahre GEDOK Künste · Frauen · Netzwerk: Performance-Lesung

Literatur, Musik

15. November 2026 (So.) - 16:00 - 17:30 Uhr
zakk Düsseldorf, Fichtenstr. 40, Düsseldorf

Frauenpower feiern: Das älteste und vielfältigste Kunst-Frauen-Netzwerk, die GEDOK, wird 2026 einhundert Jahre alt!

100 Jahre GEDOK heißt 100 Jahre Künstlerinnen aller Disziplinen im kreativen Gespräch. Erleben Sie mit uns was passiert, wenn Malerinnen, Bildhauerinnen, Schriftstellerinnen, Musikerinnen, Komponistinnen und jene, die sich in mehreren Künsten zugleich bewegen und in keine Schublade passen wollen, in einer Gemeinschaft auf der Bühne präsentieren. Sie alle eint das Ziel, das Kunstschaffen von Frauen zu fördern und öffentlich sichtbar zu machen. Feiern Sie mit uns das GEDOK-Jubiläums-Buch „Künste · Frauen · Netzwerk“ und die Kraft unserer Kreativität.

Sechs Autorinnen und zwei Musikerinnen der GEDOK präsentieren ihre Texte und Klänge, die sich zu Bildern, Skulpturen und Texten in Beziehung setzen. Die Flötistin Pia Marei Hauser begleitet den Abend mit ihrer intuitiven und zeitgenössischen Musik. Rike Casper und Johanna Hansen zeigen Poetry-Filme mit vertonter Lyrik. So bildet sich ein kreatives Netz ab, das auf eindrucksvolle Weise das vielfältige Kunstschaffen der GEDOK-Künstlerinnen zeigt.

Mit den Autorinnen: Patricia Falkenburg, Johanna Hansen, Marina Jenkner, Sofie Morin, Kerstin Nethövel und Insa Wenke

Und den Musikerinnen: Pia Marei Hauser und Rike Casper